Architekturtheorie
Eine Auswahl von Publikationen und Texten
Die praktische Arbeit des Büros basiert auf der Überzeugung, dass Architektur eine kulturübergreifende ‚Sprache‘ ist. Diese Sichtweise eröffnet unserer Arbeit einen unermesslichen, architektonischen Wortschatz aus allen Zeiten und Kulturen. Im Zentrum steht dabei der Mensch als Teil seiner Kultur.
Ein kurzes Abstract führt in jeden Artikel ein, der ganze Artikel ist jeweils als pdf download verfügbar.
Die Architektur des Geistes
Trans Relevanz, Magazin des Dept. Arch. der ETH Zürich, No. 20, Februar 2012
pdf downloadDie vermeintliche Unergründbarkeit kreativer Prozesse und kultureller Phänomene weicht zunehmend wissenschaftlichen Erkenntnissen über die ‚Architektur unseres Geistes‘. Diese Erkenntnisse werfen ein neues Licht auf die kreative Tätigkeit des Architekten – und die gesellschaftliche Relevanz seines Produktes.
Die Moral des Architekten — Interview mit Ethiker Prof. Dr. M. Huppenbauer
Hochparterre, Zeitschrift für Architektur und Design, Zürich, No. 10/08, September 2008
pdf downloadDie Wolkenkratzer in Dubai spriessen, das Vogelnest in Peking hat an den Olympischen Spielen brilliert. Architekten sind nicht nur Realisierer, sondern auch Zeichengeber. Sie tragen dafür moralische Verantwortung, auch wenn sie das nicht interessiert. Der Ethiker Markus Huppenhauer erläutert dem Architekten Philip Loskant die Grundsätze des moralischen Urteils.
Cultural Blur and the Return of
Minor Languages
Umbau, Magazin der Architekturabteilung an der TU Wien, No. 23, Juni 2007
pdf downloadVor dem Hintergrund neu aufflammender kultureller Konflikte verweist der Text auf die ‚Multikulti‘- Diskussion der 1980er und Strategien des architektonischen Hybridisierens in den 1990ern. Gegen den aktuellen ‚Internationalen Stil‘ der Stararchitektur proklamiert der Author eine Architektur des ‚Cultural Blur‘. Es handelt sich dabei um eine Architektur, welche den kulturellen Mischzustand unserer Gesellschaften thematisiert. Als Beispiele werden Formen von Mischsprachen in der Architekturgeschichte und deren mögliche Entstehungsweise vorgestellt.
Translate!
Translate, Magazin des Dept. Arch. der ETH Zürich,
No. 12, April 2004
pdf downloadIn einem kurzen Pamphlet beklagt der Text eine Krise theoriebasierender Architektur. Um einen möglichen Ausweg zu finden, schlägt der Author eine Verbindung und Architektonisierung der Gedanken amerikanischer Avantgarde und europaischer Retrogarde vor. Das Motto lautet dabei „schinkelize the blob“.
Le Corbusier, das Ornament und
das Dazwischen
Transaktion, Magazin des Dept. Arch. der ETH Zürich, No. 10, April 2003
pdf downloadDer Text fasst die wesentlichen Argumente Le Corbusiers gegen das architektonische Ornament zusammen. Im Weiteren entkräftet der Author diese auf der Basis aktueller kunsttheoretischer Standpunkte. Ergo fordert er eine erneute ernsthafter Auseinandersetzung mit architektonischem Ornament: eine praktische Untersuchung und Anwendung des Ornaments, welche über die Generik aktueller Beispiele hinaus geht und das Ornament wieder als komplexe Form– und Symbolsprache versteht.
Revival of the fittest
– Oder: Learning from New Delhi
Transition, Magazin des Dept. Arch. der ETH Zürich, No. 9, Juli 2002
pdf downloadDer Text beleuchtet das für die westlichen Kulturen übliche lineare Verständnis von Zeit und Geschichte und stellt es dem hinduistischen gegenüber. Nach dem Vorbild dieses zyklischen Verständnisses von Raum und Zeit schlägt der Author eine Art ‚geschichtliches Rhizom‘ vor: ein Netzartiges Verständnis von Geschichte, dem zufolge Kulturen frühere Werte und Formen wieder beleben können, wannimmer sie es wünschen. Diese Sichtweise könnte Katalysator einer symbolisch reichhaltigen Mischarchitektur aus unterschiedlichen Epochen werden, so die These.
Post-Post-Functionalism
Kommentar zu Peter Eisenmans Text Post-Functionalism von 1976, 2001
pdf downloadDer Text hinterfragt den von Eisenman in Post-Functionalism konstruierten Zusammenhang zwischen ‚critical architecture‘ und ‚non anthropocentrism‘. In der Motivation kritischer Publizistik und der Forderung einer Architektur in der der Mensch nicht mehr im Zentrum steht, wird eine gewisse Paradoxie festgestellt. Ergo lautet die Schlussfolgerung: Eisenmans, wie jede kritische Publikation an sich, könne nur am Wohl des Menschen oder aber religiös motiviert sein.